Rudolstadt.de

Rudolstädter Vogelschießen im Wandel der Zeit



Am 28. August 1722 wurde das Vogelschießen erstmals veranstaltet. Neben den Schützen belustigte das "fahrende Volk" die Besucher mit Gauklern, Feuerschluckern, Musikanten und Wahrsagern. Dazu gab es Bälle, Feuerwerk, Theaterauftritte und nicht zuletzt Genüsse lukullischer Art.

Austragungsort des Vogelschießens war bis 1952 der Oberanger. Seit 1953 entwickelte es sich auf der Bleichwiese zu einem der beliebtesten Volksfeste in der ehemaligen DDR.
Nach der Grenzöffnung hat sich die Popularität auch in den alten Bundesländern herumgesprochen. Seit der Platzvergrößerung im Jahr 1996 lockt eine ausgewogene Mischung aus nostalgischen und modernen Schaustellerbetrieben sowie attraktiven Neuheiten jährlich über eine halbe Million Besucher auf die Bleichwiese.

Drei unterschiedlich geprägte Festzelte mit abwechslungsreichen Programmen und Live-Musik sorgen für stimmungsvolle Unterhaltung. Die Rudolstädter Schützenvereine beleben alte Traditionen, zu denen ein Festumzug und das traditionelle Armbrustschießen auf den Holzvogel am letzten Sonntag gehört. Unser Volksfest hat ein unverwechselbares Profil bekommen. Wie im Theater wird alles wohldurchdacht in Szene gesetzt. Hier erleben die Besucher kein beliebiges Fest mit Schaustellern als schmückendes Beiwerk, sondern ein traditionelles Volksfest mit besonderer Prägung.

Mit Plakaten und Programmheften und vor allem in Presse, Funk und Fernsehen wird auf das größte Volksfest in Thüringen aufmerksam gemacht. Kein Wunder, dass sich selbst die namhaftesten Schaustellerfirmen aus allen Teilen der Bundesrepublik um einen der begehrten Standplätze bewerben. Auf der Bleichwiese pulsiert das Leben - mit viel Herzlichkeit und im netten Miteinander ohne Unterschied von Alter, Person und Titel.